HAGGADA

Der Sederabend ist in meiner Familie, seit ich denken kann, Tradition.
Obwohl wir nicht jüdisch sind, feiern wir jeden Gründonnerstag. Da die jetzigen Haggada mir ein Gräuel im Auge sind, widme ich mich einer Neugestaltung.
Im Siebdruck erstelle ich einen Umschlag für die Haggada.

Durch die Recherche ergaben sich zwei Themenfelder, mit welchen ich mich in meiner Formensuche auseinandersetze.

Spuren vom Ka‘ara (Sederteller auf welchem alle Speisen liegen)Direkte (Weinflecken, Spuren mit Petersilie, Abdruck Mazzot) Indirekte (grafische Formulierung der Speisen)

Aus dem historischen Kontext
Geschichtlich (Sand Auszug aus Ägypten in die Wüste, „Blutanstrich“ der Türrahmen)
Hebräische Schrift

Auf diese zwei Themenbereiche stütze ich mich in meiner Formensuche.

Alle Formen sind inhaltlich mit dem Sederabend verbunden.
Ziel ist es, den Inhalt der Haggada auf dem Umschlag zusammenzufassen.

Mit dem belichteten Sieb kann ich beginnen zu drucken.

In meiner Farbwahl blieb ich einfach. Ich benutze die natürlichen Farben der Formen, um so den Inhalt klar aufzuzeigen. Durch das aufhellen mit Weiss erreiche ich ein stimmiges Gesamtbild auf jedem Umschlag.

Durch diese Technik erreiche ich, das alle Drucke Unikate sind und doch formal und farblich einen Zusammenhang haben und so als zusammengehörig empfunden werden.














Autor: Andreas Waldburger VKD